Aktuelles

 

2025

20. Dezember 2025
Energieberatung: Wie baue und betreibe ich selbst ein Nahwärmenetz?

Auf dem Milchviehbetrieb von Familie Kratzer aus Eitting, Landkreis Erding, war die alte Ölheizung in die Jahre gekommen.
Damit fingen die Überlegungen für eine neue moderne Wärmelösung an. Maria ist gelernte Bankkauffrau und ihr
Mann Konrad gelernter Landwirt. Sie bewirtschaften gemeinsam mit dem ältesten ihrer drei Söhne den landwirtschaftlichen
Betrieb mit 60 Milchkühen, einem Hofladen, einer Milchtankstelle und Ferienwohnungen. Markus ist 23 Jahre
alt, Landwirtschaftsmeister, und hat das geplante Nahwärmenetz zum Thema seiner Meisterarbeit gemacht.


Den Weg der Familie bis hin zum funktionierenden Wärmenetz hat Martina Weber, Projektleiterin und zuständig für die
Energieberatungen der MW Biomasse AG, beratend begleitet. Im Interview erzählen sie uns über die Entstehung der 660 kW-Wärmeversorgung und die kleineren und größeren Hürden, die zu bewältigen waren.


Franziska: Wie seid ihr auf die Idee gekommen, ein Nahwärmenetz für eure Gemeinde zu bauen?
Markus: Zuerst war eine hofnahe Hackschnitzelheizung für unseren Betrieb geplant, aber wir fanden keinen passenden Standort. Daraufhin kamen wir mit unserem Bürgermeister und unseren Nachbarn ins Gespräch und erfuhren, dass alle ähnlich alte Heizungen hatten, wie wir und nach einem Ersatz suchten. Für die nachhaltige Lösung eines Nahwärmenetzes auf Hackschnitzelbasis waren alle zu begeistern.
Konrad: Als klar war, dass die Schule, der Kindergarten, das Pfarrhaus und die Turnhalle anschließen würden, konnten wir in größeren Dimensionen denken und haben uns einen Energieberater gesucht. Durch das große Interesse unserer Nachbarn wurde dem Berater das Projekt sehr schnell zu anspruchsvoll. Glücklicherweise haben wir von einem Berufskollegen den Tipp bekommen, uns bei der MW Biomasse AG zu melden. 2021 telefonierten wir das erste Mal mit Sebastian Henghuber. Er hat uns Martina zur Seite gestellt. Anhand unserer Daten erstellte Martina eine Grobanalyse (Untersuchung des Verhältnisses der zu bauenden Leitungslänge zur möglichen Wärmeabnahme der Anschlussnehmer) Durch eine positive Aussage der Grobanalyse wurde in einer Zusammenarbeit zwischen MW Biomasse AG und Ingenieurbüro EST eine Machbarkeitsstudie erstellt. (Grobe Auslegung der Wärmeerzeuger, Grobkostenschätzungen, Betriebskostenschätzungen, Analyse der Wärmeabnehmer) Erst durch die Machbarkeitsstudie konnte man eine Aussage zum Preis machen.
Franziska: Wie lief die Kundenakquise ab?
Maria: Martina hat für uns ein Preismodell und ein Konzept für die Akquise entwickelt. Mit den Unterlagen sind wir zu unseren Nachbarn gegangen und haben ihnen das Projekt vorgestellt.
Martina: Mir war es wichtig, dass Familie Kratzer mit den von uns entwickelten Werkzeugen möglichst selbständig das Projekt vorantreiben konnte. Das geht hin bis zur Vorstellung beim Gemeinderat, die Konrad selbst übernommen hat.
Maria: Der Anschluss der Schule war für das Projekt entscheidend, deshalb musste die Präsentation unbedingt überzeugen. Martina hat das für uns perfekt vorbereitet. Fragen konnten wir jederzeit per Telefon oder in Videokonferenzen klären. Wir wollten es selbst präsentieren, weil der Gemeinderat sehen sollte, dass wir voll hinter dem Projekt stehen.
Franziska: Die Förderung der Nahwärmenetze hat sich in den letzten Jahren einige Male verändert, wie konntet ihr mit der Unsicherheit umgehen?
Maria: Zuerst hatten wir das Nahwärmenetz gemäß den damaligen Vorgaben mit einem Gaskessel für die Spitzenlast geplant, doch dann war plötzlich der Fördertopf leer. Mit dem Beginn des Ukrainekriegs wurden die Förderprogramme wieder neu aufgelegt. Jedoch war die Voraussetzung für die Bewilligung der Förderung jetzt ein Spitzenlastkessel auf der Basis von regenerativer Energie. Also planten wir die Anlage wieder um, jetzt wird die Wärme zu 100% aus Waldrestholz erzeugt. Im August 2022 trat eine neue Förderrichtlinie für größere Wärmenetze (BEW=Bundesförderung für effiziente Wärmenetze) in Kraft. Investitionen in  Nahwärmenetze, die die Vorgaben erfüllen, werden seitdem zu 40% gefördert. Also passten wir unsere Planungen wieder an. Im März 2023 konnten wir endlich den Förderantrag stellen. Ohne Martinas Hilfe hätten wir die Förderung nicht beantragen können.
Franziska: Hättet ihr das Nahwärmenetz auch ohne Förderung gebaut?
Maria: Ohne Fördergelder könnten wir es nicht realisieren.
Konrad: Es war so schon schwierig genug. Denn wir hatten in unserem Finanzplan damit gerechnet, dass wir die Fördersumme innerhalb von drei Monaten erhalten. Letztendlich haben wir ein Jahr auf das Geld gewartet.
Franziska: Welche Hürden gab es noch zu meistern?
Konrad: Für den Erhalt der Baugenehmigung mussten wir allerhand Vorschriften in Bezug auf Naturschutz, Emissionsrecht und Lärm beachten. Zu guter Letzt mussten wir für die Bauphase auch noch einen externen Sicherheitsbeauftragten vorweisen können.
Maria: Die Gespräche mit den Banken für die Kreditvergabe können herausfordernd sein. Durch meine Tätigkeit in der Bank wusste ich genau, was ich vorbereiten muss. Den Liquiditätsplan habe ich selbst aufgestellt. Ich kann nur empfehlen, gut vorbereitet in die Kreditvergabe-Gespräche zu gehen, dann sind sie auch erfolgreich.
Franziska: Das Heizwerk ist schon seit September 2024 in Betrieb. Wie lief die erste Abrechnung mit den Wärmekunden?
Maria: Gemeinsam mit Martina haben wir die Abrechnung im Februar 2025 vorbereitet. Auf Basis der veröffentlichten Preisindices hat Martina die Abrechnung für uns erstellt. Die nötigen Werkzeuge haben wir jetzt an der Hand und können bei der kommenden Abrechnung wahrscheinlich schon etwas selbständiger abrechnen.
Martina: Unsere Energieberatung ist darauf ausgelegt, dass unsere Kunden in der Lage sind, alle Aufgaben rund ums Heizwerk selbst zu erledigen. Selbstverständlich stehen wir in der Anfangsphase zur Seite und sind im Verlauf des Projektes immer für Fragen da.
Franziska: Was möchtet ihr unseren Lesern zum Abschluss mit auf den Weg geben?
Konrad: Heizen mit Holz ist sinnvoll und nachhaltig, denn Waldrestholz wird in unserer Region immer anfallen. Außerdem können wir es nur empfehlen, landwirtschaftliche Betriebe auf mehrere Standbeine zu stellen.

11. November 2025
Weihnachtsspende an die Oberland Werkstätten in Miesbach

Gemeinsam mit der MW Biomasse AG unterstützt die pro communo AG dieses Jahr die Oberland Werkstätten in Miesbach mit einer großzügigen Spende von eintausend Euro. Lambert Wagner, Leiter der Oberland Werkstätten in Miesbach, freut sich: „Mit der Spende können wir endlich die lange geplante Investition in eine Therapieliege realisieren.“

 

Die Oberland Werkstätten bieten für Menschen mit Behinderung oder seelischen Erkrankungen passende Arbeitsplätze in einem angenehmen Arbeitsumfeld. Ziel ist es, die Menschen so weit zu qualifizieren und zu stärken, dass sie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Fuß fassen können. Gleichzeitig werden auch betreute Arbeitsplätze bei den Firmen vor Ort geschaffen, oder direkt an einem der Standorte der Oberland Werkstätten. Die Aufträge bekommen die Werkstätten von den Firmen aus der Region. Egal ob Metall- und Holzbearbeitung oder Montageleistungen sowie Essens-Service, die gemeinnützige Einrichtung liefert den Kunden qualitativ hochwertige Produkte und Dienstleistungen.

 

Die pro communo AG und die MW Biomasse AG schätzen die großartige integrative Arbeit der Oberland Werkstätten sehr und möchten mit der diesjährigen Spende einen Beitrag leisten. „Die wertvolle Arbeit für Menschen mit Behinderung und Menschen mit seelischen Erkrankungen in unserer Region unterstützen wir gerne“, erklärt Franz Höhensteiger, Vorstand der pro communo AG, und zeigt sich sehr beeindruckt von dem breit gefächerten Angebot der gemeinnützigen Einrichtung.

25. September 2025
Regionale Nahwärme für Bad Feilnbach: Die Bauarbeiten von Nahwärmenetz und Heizwerk schreiten zügig voran

Zufrieden blickt Bürgermeister Singer bei der gemeinsamen Baustellen-Begehung auf den Stand der Arbeiten: „Ich freue mich sehr, dass die Bauarbeiten für unser kommunales Nahwärmenetz auf Hochtouren laufen.“

 

Bereits im Mai begann die ortsansässige Firma AS Erdbau mit den Erd- und Tiefbauarbeiten. Gegenwärtig schreiten die Rohbauarbeiten der Firma Helwig Bau für das Heizhaus gegenüber der Stockschützenhalle zügig voran. In knapp einem Jahr wird von hier ein Großteil des Wärmebedarfs von Bad Feilnbach durch ein modernes Biomasseheizwerk gedeckt werden.

 

Als Partner für das Nahwärmenetz hat sich die Gemeinde den Profi für regionale, intelligente Wärmelösungen aus Irschenberg ausgesucht. Die MW Biomasse AG wurde 2006 gegründet und ist ein Zusammenschluss der örtlichen Maschinenringe und Waldbesitzervereinigungen. Seit fast 20 Jahren baut und betreibt der Dienstleister Heizwerke und Nahwärmenetze auf der Basis von Energieholz im südlichen Oberbayern.

 

Auch bei der Planung und Umsetzung des Heizwerks setzt man auf örtliche Expertise. Mit dem Büro der Theinert Maier Architekten PartGmbB hat man sich für einen Architekten entschieden, der nicht nur ortansässig ist, sondern auch über mehrjährige einschlägige Erfahrung im Bau von Biomasseheizkraftwerken in der Region verfügt. Die HLS-Planung übernimmt das Ingenieurbüro EST aus Miesbach. Dieses weist nicht nur langjährige Erfahrung im Punkt zukunftsfähige Energielösungen auf; zudem kann man bereits auf viele Jahre vertrauensvolle Zusammenarbeit beim Aufbau örtlicher Nahwärmenetze zurückblicken. Bei der Elektrofachplanung fiel die Entscheidung wieder zu Gunsten eines Bad Feilnbacher Unternehmens. Hier verlässt man sich auf die Fachkompetenz des örtlichen Meisterbetriebs für Energie- und Gebäudetechnik Kreitmayr Elektrotechnik.

 

Das nachhaltige Nahwärmenetz auf der Basis regionalen Energieholzes ist ein großer Schritt der Gemeinde Bad Feilnbach in Richtung Wärmewende, denn die Wärme aus Waldrestholz ist CO2-neutral.

 

Das Energieholz für die Wärme kommt aus den nachhaltig bewirtschafteten Wäldern rund um Bad Feilnbach in einem Umkreis von 20 Kilometern. Für die Erzeugung der Hackschnitzel wird nur Waldrestholz verwendet, das keiner anderen stofflichen Nutzung zugeführt werden kann. Durch die Verwendung von regional erzeugten Hackschnitzeln entstehen Arbeitsplätze vor Ort und die Wertschöpfung bleibt in der Region.

 

In Bad Feilnbach schätzt man diese Nutzung von Holz schon seit vielen Jahren und das Interesse in der Bevölkerung wächst. Die Nachfrage der Bad Feilnbacher Bürger ist sogar so groß, dass der zuerst angedachte Standort für das Hackschnitzel-Heizwerk am Schwimmbad schnell zu klein wurde. Die Pelletheizung ist der Nachfrage als alleiniger Wärmeerzeuger schon länger nicht mehr gewachsen. An der Schule wurde daher im letzten Jahr vorübergehend zusätzlich eine Interimsversorgung, in Form einer mobilen Pelletheizung, aufgebaut. Die neue Heizzentrale im Friedrich-Dittes-Weg am Ortsrand wird diese im kommenden Jahr ablösen.

 

Die Nennleistung der entstehenden Hackschnitzelheizung beträgt zunächst zwei Megawatt. Durch die hohe Nachfrage und das schnelle Wachstum wurde außerdem in der Planung von Beginn an auch eine Erweiterungsoption durch einen zweiten Biomassekessel berücksichtigt. Die Haupttrasse des Wärmenetzes ist mittlerweile drei Kilometer lang und versorgt mehr als 45 Gebäude. In diesem Jahr ist erneut eine Verlängerung des Wärmeleitsystems um einen Kilometer geplant. Zudem sollen 30 weitere Häuser an das Nahwärmenetz angeschlossen werden. Sebastian Henghuber, Vorstand der MW Biomasse AG, freut sich über das große Interesse in der Bevölkerung: „Wir haben schon sehr viele Wärmelieferverträge in unserem Versorgungsgebiet abgeschlossen und es gehen bei uns weiterhin Anfragen von Bürgern ein, die sich für die nachhaltige, regionale Wärme interessieren.“

 

In Zukunft erstreckt sich das Versorgungsgebiet vom Friedrich-Dittes-Weg bis zur Rotwandstraße in Nord-Süd-Richtung. Von Ost nach West stellen der Höhenpark und die Wendelsteinstraße die derzeitigen Endpunkte dar. Zusätzliche Erweiterungsmöglichkeiten werden laufend geprüft.

 

Bei Interesse an einem Nahwärme-Anschluss kann unverbindlich ein Fragebogen mit den Energiedaten ausgefüllt und bei der Gemeinde oder direkt bei der MW Biomasse AG eingereicht werden. Den benötigten Fragebogen findet man hier auf der Homepage oder man kann ihn unter Tel. 08062/72894-60 anfordern.

05. September 2025
Umweltbundesamt stuft Holzenergie schädlicher ein als Öl und Gas – eine Stellungnahme

Anfang letzten Jahres stufte das Umweltbundesamt (UBA) die Klimawirkung von Holzheizungen neu ein. Seitdem berechnet der CO2-Rechner auf der Homepage des Umweltbundesamts für die Nutzung von Holzenergie mehr CO2-Emissionen als für das Heizen mit fossilen Energieträgern. Wir haben den Eindruck, dass das UBA darauf hinarbeitet, der Holzenergie ihre CO2-Neutraltiät abzusprechen, obwohl sowohl die EU als auch die Bundesregierung diese bereits bestätigt haben. Um dem Bestreben des UBA entgegenzuwirken, setzt sich die MW Biomasse AG gemeinsam mit dem Fachverband Holzenergie auf Bundes- und auf EU-Ebene dafür ein, dass die Holzenergie weiterhin als CO2-neutral eingestuft wird.

 

Die neue Einstufung der Holzenergie soll mit einem juristischen Kurzgutachten, das vom Umweltbundesamt in Auftrag gegeben wurde, untermauert werden. Für das Kurzgutachten wurde auf einen Austausch mit Forstwissenschaftlern verzichtet. Folglich ist anzunehmen, dass die Zusammenhänge des Waldwachstums und der Treibhausgas-Bilanz nicht ganzheitlich verstanden wurden. Das durchführende Institut (IKEM =Institut für Klimaschutz, Energie & Mobilität) legte der neuen Berechnung die Einzelbaumbetrachtung zugrunde, die erwiesenermaßen in einem Wald nicht zutrifft.

 

Der unbewirtschaftete Wald gilt allgemein als CO2-Senke.Vergleicht man einen unbewirtschafteten Wald mit einem nachhaltig bewirtschafteten Wald so stellt man fest, dass die Holz-Vorräte bei beiden Nutzungsformen nahezu gleich sind. Die Annahme, dass ein genutzter Wald CO2 freisetzt, geht auf eine falsche Interpretation zurück, die die Kohlenstoffbilanz nur oberflächlich betrachtet. Bei den nachhaltig bewirtschafteten Wäldern in der Bundesrepublik gilt diese Annahme erwiesenermaßen nicht. Zumal die Holzvorräte und die Waldflächen gerade in Bayern laut der aktuellen Bundeswaldinventur deutlich gestiegen sind.

 

Gerade für die Zukunft unserer Wälder ist die Bewirtschaftung besonders wichtig. Denn nur durch den fachmännischen und konsequenten Umbau unserer Wälder hin zu Arten, die sich dem Klimawandel besser anpassen können, stellen wir den Bestand und die Funktionalität des Waldes für die kommenden Generationen sicher.

 

Wir werden uns weiterhin auf allen Ebenen dafür einsetzen, dass das Gutachten nicht zur Anwendung kommt. Für einen offenen und wissenschaftlich fundierten Austausch stehen wir natürlich gerne zu Verfügung.

 

In diesem Sinne,

Euer Sebastian Henghuber, Vorstand der MW Biomasse AG

26. Juni 2025
Aktien der MW Biomasse AG sind bereits vergriffen!

Wir freuen uns sehr über das große Interesse an den Aktien der MW Biomasse AG. Innerhalb weniger Tage war das neu ausgegebene Kontingent an Aktien vergriffen.

 

Im Rundschreiben, das am Wochenende vom 28.06.2025 erscheint, findet Ihr einen Artikel zur Kapitalerhöhung. Aufgrund des Vorlaufs für Druck und Versand konnten wir bei der Entstehung des Artikels noch nicht absehen, dass der Ansturm so groß sein wird, dass zum Erscheinungstermin alle Aktien vergriffen sind. Wir bitten um Euer Verständnis.

 

Für alle, die Aktien zeichnen wollten und bei dieser Kapitalerhöhung nicht zum Zug gekommen sind, besteht die Möglichkeit sich auf die Warteliste setzen zu lassen. Wir werden Euch als erstes kontaktieren, wenn es wieder zur Ausgabe von Vorzugsaktien kommt. Falls Aktien zurückgegeben werden, informieren wir Euch unverzüglich.

 

Wenn Ihr Interesse an unseren Aktien habt, meldet euch gerne bei uns, wir merken das unverbindlich vor.

Bitte schickt Eure Kontaktdaten an Ingrid Schnitzenbaumer ingrid.schnitzenbaumer@mwbiomasse.de

20. Mai 2025
Wegen großer Nachfrage: Zweites Heizwerk in Weyarn in Planung

Das getaktete Nahwärmenetz in Weyarn versorgt seit 2014 sowohl denkmalgeschützte Gebäude im Ortskern als auch das Neubaugebiet „Am Klosteranger“. Da das Interesse der Weyarner Bürger an nachhaltiger Wärme auf der Basis von Energieholz groß ist, läuft das Heizwerk mittlerweile an seiner Leistungsgrenze.

 

Jetzt plant die Gemeinde ein neues Seniorenwohnheim südöstlich des Klosters an der Miesbacher Straße, das ebenfalls über das Nahwärmenetz versorgt werden soll. Der Kindergarten, die Schule und die Sporthalle sollen ebenfalls angeschlossen werden. Außerdem haben zahlreiche weitere Privathaushalte Interesse an einem Anschluss bekundet. Das macht den Bau eines zweiten Heizwerks am südlichen Ortsrand unerlässlich. Die Heizzentrale wird momentan mit einer Leistung von 1,5 MW berechnet. Die erste Wärmelieferung soll Anfang des Jahres 2027 erfolgen, sobald das Seniorenwohnheim bezugsfertig ist.

 

Es ist geplant, das alte Nahwärmenetz mit dem neuen zu verbinden. Gebäude, die an der Grenze des bisherigen Versorgungsgebietes liegen, werden in Zukunft vom neuen Heizwerk versorgt werden, um im bestehenden Netzgebiet freie Ressourcen für weitere Anschlüsse zu schaffen.

 

Mit dem Heizwerk Weyarn II wird es möglich auch Haushalte östlich der Miesbacher Straße anzuschließen. Im Nordern wird sich das neue Versorgungsgebiet bis zur Ignaz-Günther-Straße erstrecken.

 

Wir freuen uns sehr, dass die Holzenergie aus unseren heimischen Wäldern in Weyarn auf sehr großes Interesse stößt, und stehen mit der Planung für die Netzerweiterung und den Bau des neuen Heizwerks in den Startlöchern.

 

Wenn Ihr auch Interesse an einem Nahwärmeanschluss habt, dann meldet Euch gerne bei unserem Projektleiter für Weyarn:
Rudolf Schoberer, Tel. 08062/72894-72, rudolf.schoberer@mwbiomasse.de

20. Februar 2025
Startschuss für das Nahwärmenetz in Miesbach

Mit der Gründung der MWB Miesbach GmbH & Co. KG am 19. November 2024 geht das Projekt „Nahwärmenetz in Miesbach“ in die nächste Phase. Als Betreibergesellschaft ist die Firma für den Bau des Heizhauses und die Erstellung des Nahwärmenetzes zuständig. Die Planungen für die regionale Nahwärmeversorgung in den ersten Ausbauschritten sind fast abgeschlossen Durch das große Interesse der Miesbacher Bürger werden große Teile des Stadtgebietes an das Leitungsnetz angeschlossen. Entlang der Leitungstrassen können die Immobilien interessierter Anwohner selbstverständlich mit aufgenommen und in den ersten Ausbauschritten mit angeschlossen werden. Die Interessenten sollten sich dazu rechtzeitig melden, damit die anzuschließenden Gebäude in die mittelfristige Planung mit aufgenommen werden können.

 

Der Baubeginn für das Heizhaus mit einer Leistung von drei Megawatt und die ersten Abschnitte des Nahwärmenetzes sind für das zweite Halbjahr 2025 geplant. Mit einem Beginn der Wärmelieferung an die ersten Haushalte wird so bald wie möglich begonnen.

 

Das Heizhaus wird im westlichen Stadtgebiet am Waldrand „Auf der Grün“ errichtet werden. Die ersten Großabnehmer befinden sich in unmittelbarer Nähe zum geplanten Heizhaus und ermöglichen daher eine kurze Leitungsstrecke. Nach der Querung der Schlierach im Jahr 2026 besteht in den Jahren 2027 bis 2029 auch für einen Großteil des innerstädtischen Gebietes östlich der Schlierach die Möglichkeit, die Immobilien an das Nahwärmenetz anzuschließen.

 

Beliefert wird das mit Holzhackschnitzeln betriebene Heizhaus mit dem gehackten Waldrestholz der umliegenden Land- und Forstwirte. Das bedeutet, dass nur Waldrestholz (Gipfel, faulige Stammabschnitte, usw.) aus den heimischen Wäldern verwendet wird, das weder als Bauholz noch als Papierholz geeignet ist. Die Wärme, die aus Waldrestholz erzeugt wird, ist CO2-neutral. Damit ist die Holzenergie ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur klimafreundlichen Wärmewende.

 

Für den Miesbacher Markt- und Stadtplatz mit seinem Ensembleschutz ist die Wärmeversorgung auf Basis eines unterirdisch verlegten Nahwärmenetzes die Chance, eine regenerative Alternative zum Heizen mit fossilen Energieträgern zu schaffen und gleichzeitig das typische Erscheinungsbild der Miesbacher Innenstadt beizubehalten.

 

 

 

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